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Fertigungsverfahren
 

Nieten  

Mit der Weiterentwicklung anderer Fügeverfahren und der zunehmenden Anwendung der Metallklebetechnik für beanspruchte Verbindungen wurde das Nieten lange als überholtes, rückständiges und unwirtschaftliches Verfahren angesehen. In jüngerer Zeit ist das Nieten jedoch zumindest für Sonderanwendungen in der Luftfahrtindustrie und im Karosseriebau als rationelles und hochwertiges Verfahren für das Fügen von Teilen aus hochfesten Aluminiumlegierungen wiederentdeckt worden.

Die Herstellung von Nietverbindungen an Aluminiumteilen erfolgt nach den in der Metallverarbeitung üblichen Praktiken. Wegen des erforderlichen kleineren Nietspiels für kaltgeschlagene Aluminiumniete zieht man es im allgemeinen vor, die Nietlöcher zu bohren.

Neuzeitliche Nietverfahren für Aluminiumwerkstoffe werden unterteilt in das Fügen mit Nietelementen (das sogenannte mittelbare Nieten) und das Fügen mit Funktionsträgern (das unmittelbare Nieten). Unter den Begriff mittelbares Nieten fallen die Verfahren des Vollnietens, Blindnietens und Stanznietens. Bei Nietverfahren mit ins Nietelement eingeprägten Gewindeträgern (Nietmuttern oder Nietbolzen) spricht man von unmittelbarem Nieten.

Die folgende Abbildung verdeutlicht diesen Unterschied in schematischer Darstellung:

 
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Mittelbares und unmittelbares Nieten

Quelle: Aluminium-Taschenbuch, hg. von Aluminium-Verlag
 


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