
Kokillenguss
Kokillen sind Dauerformen aus Warmarbeitsstahl oder aus Gusseisen mit
Lamellengraphit. Sie haben, abhängig vor allem vom Kokillenwerkstoff und von der
Teilegeometrie, eine relativ hohe Standzeit (Formhaltbarkeit). Hohlräume und
Hinterschnitte werden durch bewegliche Metallkerne (so genannte Schieber) erzeugt. Es können auch Kerne
aus Sand (sogenannte Gemischtkokillen) und Formen mit einem Unterteil aus metallischem Werkstoff und
einem Oberteil aus Sand (sogenannte Halbkokillen) eingesetzt werden. Gegossen wird im
Schwerkraftverfahren. Die Art der Formfüllung kann durch Kippen der Kokille zur Eingussseite gesteuert
werden.

Schematische Darstellung einer Kokillenhälfte: Kokille (1), Eingiesssystem (2), Steiger (3), Kavität (4), Schieber (5)

Kokillenguss
Quelle: Alu-Scout® (grr)
Durch die grössere Wärmeleitfähigkeit der metallischen Kokillenwerkstoffe erstarrt
die Aluminiumschmelze gegenüber dem Sandgussverfahren wesentlich schneller. Das
ergibt ein feineres und dichteres Korngefüge, welches bessere mechanische Eigenschaften, Schweissbarkeit und Anodisierbarkeit sowie grössere Massgenauigkeit aufweist als bei Gussstücken der gleichen Legierung die im Sandgussverfahren hergestellt wurden.
Kokillenguss eignet sich besonders für mittlere bis
grössere Auflagen. Die Formgussstücke kommen in den verschiedensten Anwendungen
zum Einsatz. Sie können von wenigen Gramm bis über 60 kg schwer sein.
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Kokillengussteil für den Automobilbau
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Gussteil bei der Entnahme aus der Kokille
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Quelle: Turgibega AG
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