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Wissenschaftler aus Oxford stellen transparentes Aluminium her

 
28.07.2009 – Was bislang Science Fiction Fans aus der Serie Star Trek bekannt war, ist nun Realität, wenn auch vorerst in kleinem Massstab: Wissenschaftlern aus Oxford ist es gelungen, eine transparente Form von Aluminium zu erzeugen, indem sie das Leichtmetall einer hochintensiven Behandlung mit dem stärksten weichen Röntgenlaser der Welt unterzogen.

Durch die „Ausschaltung“ eines Rumpfelektrons in jedem Aluminiumatom, aber ohne dadurch die kristalline Struktur des Metalls zu zerstören, konnten die Wissenschaftler ein Metall herstellen, das „unter ultraviolettem Licht nahezu unsichtbar“ sei, heisst es in einer Pressemitteilung der Universität Oxford. Die Fläche, die Professor Justin Wark vom Departement für Physik und seine Kollegen umwandelten entspricht einem Punkt mit dem Durchmesser eines Zwanzigstels eines menschlichen Haars. „In mancher Hinsicht reagiert das Material als ob wir jedes Aluminiumatom in Silizium umgewandelt hätten: Es ist beinahe so erstaunlich wie zu entdecken, dass man durch Licht Blei in Gold verwandeln kann“, sagt Wark.

Wark und die Co-Autoren eines diese Woche publizierten Artikels in Nature Physics hoffen ein besseres Verständnis der Bedingungen in grossen Planeten zu erhalten, für welche der Zustand von durchsichtigem Aluminium relevant sei, sagen die Wissenschaftler laut Pressemitteilung. Sie erwarten auch ein klareres Bild davon zu erlangen, was bei der Entstehung von „Mini-Sternen“ vor sich geht.

Bei der Strahlungsquelle, die den Wissenschaftlern ihre Entdeckung ermöglichte, handelt es sich um einen in Hamburg aufgebauten, so genannten FLASH-Laser. Dieser ist zehn Milliarden Mal heller als jeder verfügbare Synchrotron, schreibt die Universität Oxford. Die extrem kurzen Lichtpulse sind stärker als die Ausgansleistung eines Kraftwerks zur Elektrizitätsversorgung einer Stadt.
 

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Versuchsaufbau des FLASH-Laser
Quelle: University of Oxford
 


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