
Beständigkeit des Korrosionsschutzes
Beständigkeit, Verlust des natürlichen Korrosionschutzes; Korrosionsmedien
Die Oxidschicht ist im pH–Bereich von 4,5 und 8,5 (Beständigkeitsbereich) nahezu unlöslich und bildet somit – in trockener Umgebung - einen wirksamen Korrosionsschutz. Allerdings kann die Korrosionsneigung auch in diesem neutralen Bereich durch die Anwesenheit erhöhter Chlorid- und Sauerstoffgehalte im wässrigem Kontaktmedium begünstigt werden.
In Säuren (pH = <4.5, d.h. sauer) und Laugen (pH >8.5, d.h alkalisch) geht die natürliche Oxidschicht verloren, da sie sich durch die Einwirkung dieser Korrosionsmedien auflöst. Dabei ist der schwach alkalische Bereich kritischer ist als der schwach saure. Es findet ein saurer bzw. alkalischer Beizvorgang statt.
Die Beständigkeit der natürlichen Oxidschicht wird durch die Messung des flächenbezogenen Massenverlustes bestimmt. Die Oxidschicht gilt als beständig, wenn der Massenverlust bei gleichmäßigem Flächenabtrag kleiner als 1g/mm2 pro Tag oder 0,13 mm pro Jahr beträgt.
Mit zunehmender Verunreinigung oder durch steigende Gehalte von Legierungselementen im Aluminium werden diese auch in die Oxidschicht eingebaut. Deren gleichmässige Ausbildung wird erschwert und die Korrosionsschutzwirkung lässt nach. Reinaluminium hat demnach eine bessere Korrosionsbeständigkeit gegenüber angreifenden Medien als Aluminiumlegierungen.
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